{"id":1727,"date":"2013-12-16T18:07:25","date_gmt":"2013-12-16T16:07:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.niconolden.de\/keimling\/?p=1727"},"modified":"2013-12-16T18:07:25","modified_gmt":"2013-12-16T16:07:25","slug":"dgbl-thou-shalt-not-pass","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.niconolden.de\/keimling\/?p=1727","title":{"rendered":"DGBL: Thou Shalt Not Pass"},"content":{"rendered":"<h3 class=\"headline_sub\">\u00d6ffnet sich eine Diktatur hei\u00dft es: &#8222;Papers, Please&#8220;<\/h3>\n<figure id=\"attachment_1728\" aria-describedby=\"caption-attachment-1728\" style=\"width: 150px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1728\" title=\"arstotzka\" src=\"https:\/\/www.niconolden.de\/keimling\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/arstotzka.png\" alt=\"Der Auftakt f\u00fcr ein gef\u00e4hrliches Spiel - Die\nGrenzen werden ge\u00f6ffnet (Quelle: Banner \/ Offizielle Seite)\" width=\"150\" height=\"468\" srcset=\"https:\/\/www.niconolden.de\/keimling\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/arstotzka.png 150w, https:\/\/www.niconolden.de\/keimling\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/arstotzka-96x300.png 96w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1728\" class=\"wp-caption-text\">Der Auftakt f\u00fcr ein gef\u00e4hrliches Spiel - die Grenzen werden ge\u00f6ffnet. (Quelle: Banner \/ Offizielle Seite)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der Alltag ist eine Katastrophe, Jobs sind Mangelware, der Familie fehlt es am N\u00f6tigsten. Da freut es einen doch, wenn die Idioten in der Regierung des Landes Arstotzka nach Jahren der <strong>Isolation <\/strong>die Grenzen \u00f6ffnen. Wobei&#8230; werden wir besser nicht zu laut, denn noch immer ist das Land eine Diktatur, die Totalitarismus spielt. Au\u00dferdem hat deren staatliche Job-Lotterie ja gerade mich mit einer aufregenden Aufgabe betraut, und die wird sogar bezahlt: Grenzbeamter am gerade erst eingerichteten \u00dcbergang. Also, psst, F\u00fc\u00dfe und Mundwerk still halten.<\/p>\n<p>In dem unter anderen auch auf der Plattform <a title=\"Steam @ Valve\" href=\"http:\/\/store.steampowered.com\/\" target=\"_blank\">-&gt;Steam<\/a> von <a title=\"Valve - Offizielle Seite\" href=\"http:\/\/www.valvesoftware.com\/\" target=\"_blank\">-&gt;Valve<\/a> erh\u00e4ltlichen Downloadspiel <a title=\"Paper's Please! @ 3909 studios\" href=\"http:\/\/papersplea.se\/\" target=\"_blank\">-&gt;Papers, Please!<\/a> von Entwickler 3909 (namentlich <a title=\"Lucas Pope - Offizielle Seite\" href=\"http:\/\/dukope.com\/\" target=\"_blank\">-&gt;Lucas Pope<\/a>) sind nach Jahren ohne Au\u00dfenkontakte die Schlangen am Schalter unfassbar lang. Der <strong>Grenzposten<\/strong>, schmucklos und grau, wie man es von einer waschechten Diktatur erwartet, ist mit allem Notwendigen ausger\u00fcstet, um Einreisewillige abzufertigen. Allein die Einweisung ist sehr knapp und b\u00fcrokratisch. Ein Schalterplatz, ein Stempel, die t\u00e4glich wechselnden Einreisebedingungen und ein Stapel Informationen \u00fcber Nachbarl\u00e4nder und deren Beh\u00f6rden.<\/p>\n<p>Die sollen helfen, gef\u00e4lschte Dokumente zu erkennen und die Ausschlusskriterien der Regierung einzuhalten. Was sie auch w\u00fcrden, wenn man nicht nach der bearbeiteten <strong>Fallzahl<\/strong> bezahlt werden w\u00fcrde. So bleibt im fortschreitenden Spielverlauf immer weniger Zeit je Fall, die Antr\u00e4ge werden immer komplizierter, Anordnungen widersprechen sich und die au\u00dfen- und innenpolitische Lage wird immer un\u00fcbersichtlicher. Erst, wenn die Papiere g\u00fcltig sind, kann der gr\u00fcne Stempel zur Einreise draufgeh\u00e4mmert werden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1728_r45\" aria-describedby=\"caption-attachment-1728-r45\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption alignleft\"><br \/>\n<object width=\"500\" height=\"281\" data=\"\/\/www.youtube.com\/v\/_QP5X6fcukM?hl=de_DE&amp;version=3\" type=\"application\/x-shockwave-flash\"><param name=\"allowFullScreen\" value=\"true\" \/><param name=\"allowscriptaccess\" value=\"always\" \/><param name=\"src\" value=\"\/\/www.youtube.com\/v\/_QP5X6fcukM?hl=de_DE&amp;version=3\" \/><param name=\"allowfullscreen\" value=\"true\" \/><\/object><br \/>\n<figcaption id=\"caption-attachment-1728-r45\" class=\"wp-caption-text\">Sind die Grenzen erst einmal offen, gibt es reichlich Einreisewillige nach Arstotzka. (Quelle: Offizieller Trailer \/ Kanal des Entwicklers dukope1 via Youtube)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Bald wird erkennbar, welche Macht der Grenzbeamte mit seinem Stempel hat, aber auch welche Gefahren ihm und seiner Familie bl\u00fchen. Hinzu kommen die <strong>Folgen<\/strong> seiner Entscheidungen f\u00fcr die Einreisewilligen, f\u00fcr den Staat und f\u00fcr den aufkeimenden Widerstand, die zu immerhin zwanzig verschiedenen Enden f\u00fchren&#8230;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h3>Der Grenz\u00fcbergang<\/h3>\n<p>Es dauert nicht lange, da greifen Rebellen den \u00dcbergang an, und dieser wird f\u00fcr den Rest des Tages geschlossen. Keine F\u00e4lle aber bedeutet auch kein Einkommen &#8211; da bleibt abends die Heizung aus und der Teller <strong>leer<\/strong>. Eine Abrechnungstabelle informiert am Ende eines Arbeitstages \u00fcber die Folgen f\u00fcr Rechnungen, K\u00fchlschrank und Familie. Damit allein werden die pers\u00f6nlichen Zw\u00e4nge eines Beamten in einer Diktatur erstaunlich gut eingefangen.<\/p>\n<p>Es empfiehlt sich nicht nur deswegen, ein Finanzpolster anzulegen. Denn Fehler bei der Abfertigung kommen teuer zu stehen, wenn sie die Vorgesetzten entdecken &#8211; und alles, wirklich alles wird gegengecheckt. Das mag anfangs noch durchgehen und abzufangen sein, doch was wird, wenn Angeh\u00f6rige krank werden. Im feinen Lande Arstotzka ist Gesundheit Privatsache, und Medikamente sind kostspielig. Da \u00fcberlegt man gr\u00fcndlich, bevor man <strong>Menschen <\/strong>passieren l\u00e4sst, die zwar menschlich nachvollziehbare Anliegen haben, aber keinen g\u00fcltigen Ausweis. Oder einen g\u00fcltigen Ausweis, aber Angst vor einem, der weiter hinten in der Schlange steht. Verhaftet man diesen jemand prophylaktisch, auch wenn man nur eine kleine Unstimmigkeit an den Dokumenten entdeckt? Wer mag da l\u00fcgen &#8211; Person A oder B? Nach solchen F\u00e4llen und auch f\u00fcr die anderen Entwicklungen gibt das Spiel allmorgendlich R\u00fcckmeldung durch die wahrheitsliebende Staatszeitung &#8211; zum Beispiel, weil Person B dann doch nach der ihr gestatteten Einreise Person A umgelegt hat. Und noch ein paar mehr.<\/p>\n<p>Doch daf\u00fcr bleibt kaum Zeit, denn das Regime denkt sich jeden Tag neuen <strong>Mumpitz <\/strong>aus. Heute ist der Ausweis von Land A nicht erw\u00fcnscht, morgen m\u00fcssen Reisende von Land B zus\u00e4tzlich noch eine Eintrittskarte mitbringen. Zwischendurch herrscht dann mal Krieg, gefolgt von diplomatischem Verkehr, der wieder seine eigenen Regeln hat. Dann wieder gr\u00fcbelt man \u00fcber Arbeitsvisa f\u00fcr Ausl\u00e4nder. Der Stapel Papier w\u00e4chst und w\u00e4chst.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1728_e22\" aria-describedby=\"caption-attachment-1728-e22\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption alignleft\"><br \/>\n<object width=\"500\" height=\"281\"><param name=\"movie\" value=\"\/\/www.youtube.com\/v\/JcmBl1_CjqM?hl=de_DE&amp;version=3\"><\/param><param name=\"allowFullScreen\" value=\"true\"><\/param><param name=\"allowscriptaccess\" value=\"always\"><\/param><embed src=\"\/\/www.youtube.com\/v\/JcmBl1_CjqM?hl=de_DE&amp;version=3\" type=\"application\/x-shockwave-flash\" width=\"500\" height=\"281\" allowscriptaccess=\"always\" allowfullscreen=\"true\"><\/embed><\/object><br \/>\n<figcaption id=\"caption-attachment-1728-e22\" class=\"wp-caption-text\">Der Alltag an dem neuen Grenzposten beginnt \u00fcberschaubar,... (Quelle: Let's Play Papers, Please \/ Kanal NesfateLP via Youtube)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Hinzu kommen aber auch neue technische Optionen der Erkennung von Personen wie zum Beispiel ein Nacktscanner oder Register f\u00fcr Fingerabdr\u00fccke. Sogar ein Knopf f\u00fcr die sofortige <strong>Verhaftung <\/strong>des Einreisenden blinkt bald rot auf dem Schreibtisch. Den kann man dr\u00fccken, wenn man sich denn nicht fragt, was das Regime wohl mit den Verh\u00f6rten anstellt. Jede neue Technik der Abfertigung erscheinen zun\u00e4chst ganz hilfreich, verl\u00e4ngert jeden Einzelfall jedoch erheblich. Wer mit den neuen Mitteln also zu genau pr\u00fcft und nicht genug Fallzahlen schafft, muss erneut seinem kranken Jungen erkl\u00e4ren, warum die Heizung kalt und der Magen leer bleibt.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem folgen noch weitere Probleme, weil die politische Lage immer instabiler wird. Rebellen platzen n\u00e4mlich nicht nur mit Schie\u00dfeisen in die Kontrollen, gelegentlich sitzen sie auch am Schalter und dr\u00e4ngen auf die Einreise von Personen &#8211; so ist das eben, irgendwann muss jeder seine Wahl treffen. Trotz Rebellen, trotz <strong>Unrecht<\/strong> oder vielleicht doch lieber trotz Vorgesetzten, trotz Familie, trotz Kindern? Doch mischen sich auch ausl\u00e4ndische Agenten unter die Einreisewilligen, echte Unruhestifter und Terroristen, schlie\u00dflich auch Spitzel, die den Spieler der Kooperation mit den Rebellen verd\u00e4chtigen, oder Doppelagenten, die behaupten, Spitzel zu sein&#8230; oder war es anders herum? Oh, Mann, was f\u00fcr ein Wirrwarr. Auf diese Weise aber treten auch die zunehmend existentiellen Gefahren f\u00fcr den Grenzer und seine Familie selbst zutage.<\/p>\n<p>Es ist best\u00fcrzend und beklemmend, mit welch minimalen Mitteln es dem Spiel gelingt, die pers\u00f6nliche und politische <strong>Verantwortung <\/strong>eines scheinbar kleinen Grenzers zu inszenieren. Nie zuvor wurden Schreibtischt\u00e4ter so plausibel, einf\u00fchlsam und packend vorgef\u00fchrt. Kaum zu glauben ist auch, dass es dem Entwickler \u00fcberhaupt gelingt, aus einem B\u00fcrojob eine fordernde Spielmechanik zu entwickeln, die Spieler gespannt mitfiebern l\u00e4sst.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1728_i75\" aria-describedby=\"caption-attachment-1728-i75\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption alignleft\"><br \/>\n<object width=\"500\" height=\"281\"><param name=\"movie\" value=\"\/\/www.youtube.com\/v\/aRAcHqFbuEQ?hl=de_DE&amp;version=3\"><\/param><param name=\"allowFullScreen\" value=\"true\"><\/param><param name=\"allowscriptaccess\" value=\"always\"><\/param><embed src=\"\/\/www.youtube.com\/v\/aRAcHqFbuEQ?hl=de_DE&amp;version=3\" type=\"application\/x-shockwave-flash\" width=\"500\" height=\"281\" allowscriptaccess=\"always\" allowfullscreen=\"true\"><\/embed><\/object><br \/>\n<figcaption id=\"caption-attachment-1728-i75\" class=\"wp-caption-text\">...eskaliert jedoch schnell zum allt\u00e4glichen Wahnsinn. (Quelle: Let's Play Papers, Please #2 \/ Kanal NesfateLP via Youtube)<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Der Grenz\u00fcbertritt<\/h3>\n<p><a title=\"Paper's Please! @ 3909 studios\" href=\"http:\/\/papersplea.se\/\" target=\"_blank\">-&gt;Papers, Please!<\/a> ist jedoch nicht nur aus spielmechanischer Sicht sehr gelungen. Vielmehr zeigt es aus historischer Perspektive, dass eine sinnvolle Darstellung von geschichtlichen Zusammenh\u00e4ngen in Videospielen keiner photorealistischen 3D-Grafiken und anderer technischer Aufw\u00e4nde bedarf. Viel zu oft wird in Medien (nicht nur den Videospielen) einer materialistischen Fehleinsch\u00e4tzung gefolgt: man m\u00fcsse nur m\u00f6glichst viele Elemente der Sachkultur einer Zeit digital nachmodellieren, um den Menschen einen Eindruck von historischen Epochen zu vermitteln. Im Gegenteil ist diese museale Zurschaustellung von Tassen, Stiefeln, R\u00fcstungen und Panzerhaubitzen allein ein ebenso \u00fcberholter <strong>Geschichtsbegriff<\/strong> wie die Geschichtsschreibung entlang der Rahmendaten von Kriegen, Kaisern und K\u00f6nigen. Seitdem die modernen Wissenschaften erwachsen wurden, stehen mit Recht Strukturen und Prozesse der Geschichte im Vordergrund. Namen und Zahlen sind da nur noch Hilfsmittel. <\/p>\n<p>Mit der gew\u00e4hlten Form, wie Geschichte pr\u00e4sentiert wird, zeigt <a title=\"Paper's Please! @ 3909 studios\" href=\"http:\/\/papersplea.se\/\" target=\"_blank\">-&gt;Papers, Please!<\/a>, dass Videospiele auch komplexe historische Zusammenh\u00e4nge, vor allem aber strukturelle Bedingungen und die darin ablaufenden <strong>Prozesse<\/strong> besser als jedes andere Medium abbilden k\u00f6nnen. Daf\u00fcr m\u00fcssen sie nur mit der richtigen Spielmechanik ausgestattet werden und d\u00fcrfen dann sogar sehr abstrakt in der Darstellung bleiben. Dies erfordert nat\u00fcrlich auch mehr Hirnschmalz, als Gegenst\u00e4nde und Geb\u00e4ude auszustellen, in deren Kulissen dann ein herk\u00f6mmlicher Shooter tobt, oder als die detailgetreue digitale Kopie von Uniformen des 19. Jahrhunderts, um sie in einem \u00fcblichen Strategiespiel zu verwenden. Dennoch kostete das Grenzbeamten-Spiel keineswegs Millionen in der Entwicklung, ist grafisch nicht aufwendig, l\u00e4uft auf PC- und Mac-Plattformen, wird begeistert von vielen Menschen gespielt und vermittelt dabei auch noch subtil abstrakte und komplexe Vorg\u00e4nge der Geschichte.<\/p>\n<p>Was vor allem nicht vergessen werden darf: Als Spieler steht man selbst vor den Entscheidungen des Grenzers, den man spielt, denn man ist interaktiv eingebunden in den Kontext. So bleiben die eigenen Entscheidungen und die <strong>Erfahrungen <\/strong>mit den Ereignissen des Spieles viel st\u00e4rker haften, als wenn man passiv den Vorg\u00e4ngen in einer Fernsehdokumentation folgt. Damit verschr\u00e4nken sich sozusagen T\u00e4ter- und Opfergeschichte. Stets bohrt die Frage, was geschehen w\u00e4re, wenn die eine oder andere Entscheidung auf die eine Weise oder doch anders ausgefallen w\u00e4re. In TV-Sendungen erscheinen aufeinander folgende Ereignisse oft schon durch ihre Aneinanderreihung zwangsl\u00e4ufig. Jedem Spieler hingegen ist bewusst, dass seine Entscheidungen daf\u00fcr verantwortlich sind, welches der zwanzig Enden er im Spiel erreicht. Und unter welchen Opfern f\u00fcr andere und f\u00fcr die Spielfigur sie geschehen.<\/p>\n<p>Es h\u00e4tte dazu noch nicht mal den Schauplatz von Arstotzka gebraucht, die direkten Hinweise auf den kommunistischen Block bis 1989 oder die Analogien zum Dritten Reich. Kommt man gr\u00fcndlicher ins Nachdenken, wird erkennbar, dass an unseren europ\u00e4ischen Au\u00dfengrenzen erschreckend vergleichbare Trag\u00f6dien ablaufen. Lampedusa funktioniert eben nicht viel anders als der kleine Grenzposten im Spiel. <a title=\"Paper's Please! @ 3909 studios\" href=\"http:\/\/papersplea.se\/\" target=\"_blank\">-&gt;Papers, Please!<\/a> wird vermutlich auch deswegen nicht allzu viele Menschen erreichen, da es bequemer f\u00fcr die <strong>Mehrheit<\/strong> ist, sich einfach von solch unbequemen Fragen abzuwenden. Die EU weihte in der vergangenen Woche lieber f\u00fcr <a title=\"EUROSUR @ Zeit Online\" href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2013-12\/eu-fluechtlingspolitik-eurosur-start\" target=\"_blank\">-&gt;250 Mio. \u20ac eine neue Grenz\u00fcberwachungsbeh\u00f6rde<\/a> ein, als mit dem Geld in den L\u00e4ndern der Fliehenden die Lebensbedingungen zu verbessern. F\u00fcr die weitaus meisten Menschen hat sich das Thema damit erledigt. <\/p>\n<p>Denn wie f\u00fcr die Einreise der Fremden nach Arstotzka oder in die EU gilt leider auch f\u00fcr unbequeme Probleme an den Grenzen der <strong>Gehirne<\/strong> von vielen Mitb\u00fcrgern, was Zauberer Gandalf im &#8222;Herr der Ringe&#8220; dem Balrog entgegenschleudert: &#8222;Duuuu kannst nicht vorbei!&#8220; Bedauerlich, vielleicht w\u00e4re auch aus diesem Feuerd\u00e4mon nach seiner Einreise ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft geworden.<\/p>\n<p><center>*<\/center><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00d6ffnet sich eine Diktatur hei\u00dft es: &#8222;Papers, Please&#8220; Der Alltag ist eine Katastrophe, Jobs sind Mangelware, der Familie fehlt es am N\u00f6tigsten. Da freut es einen doch, wenn die Idioten in der Regierung des Landes Arstotzka nach Jahren der Isolation die Grenzen \u00f6ffnen. 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