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REZ: Aus Scherben einer Karaffe eine Vase bauen (Teil 2)

Carl Heinze entwickelt erstmals ein begründetes Modell, um historische Videospiele zu diskutieren – im Detail blendet er sich damit jedoch selbst


>>>Teil 1: Heinzes Modell…
>>>Teil 2: … und Heinzes Schlüsse
>>>Teil 3: Die Folgen von Heinzes Thesen und wie sie zu bewerten sind

Mit seiner Dissertation hat Carl Heinze ein Modell dafür vorgelegt, was historische Videospiele sind und wie sie aus Sicht der Fachwissenschaft zu diskutieren sind. Nachdem Teil 1 sein Modell erläuterte, lesen Sie nun in Teil 2 einen ausführlichen Überblick zu Argumentation und Schlussfolgerungen, die er im empirischen Teil trifft.

…nach dem Kennenlernen aber…

An den ausgewählten digitalen Spielen in der zweiten Hälfte seiner Dissertation illustriert Heinze Phänomene eines weiten Feldes, in dem sich bereits hunderte historischer Titel festgesetzt haben. Darauf, dass in dieser Weise keine abschließende Kennzeichnung eines archetypischen historischen Videospieles oder auch nur eine dauerhaft verlässliche Typisierung möglich ist, weist Heinze allerdings selbst hin. Mit den von ihm identifizierten Phänomenen gelingt es ihm jedoch, einige Hauptströmungen gegenwärtiger Videospiele herauszuarbeiten. Da dies nicht allein aus den Kernbeispielen jedes Kapitels zu leisten ist, beleuchtet er Einzelaspekte im Vergleich unter den Kapiteln näher. Hinzu verweist er gelegentlich auf weitere Videospiele, Rollenspiele mit Papier und Würfel, Modelleisenbahnen oder gar Aspekte der Büroorganisation. Gerade für Nichtspieler werden damit Phänomene greifbarer.

Abb: Die Hauptfiguren der technisch wie histoisch beeindruckenden Reihe Assassin's Creed hangelten sich neben dem hier gezeigten Konstantinopel bereits durchs Heilige Land der Kreuzzüge, die norditalienische Renaissance, den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg und karibische Piratennester. (Abb.: Artwork-Wallpaper von Ubisoft zu Assassin's Creed Revelations)
Abb: Die Hauptfiguren der technisch wie historisch stets beeindruckenden Reihe „Assassin’s Creed“ hangelten sich neben dem hier gezeigten Konstantinopel bereits durchs Heilige Land der Kreuzzüge, die norditalienische Renaissance, den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg und karibische Piratennester. (Abb.: Artwork-Wallpaper von Ubisoft zu Assassin’s Creed Revelations)

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NEWS: Hab ich’s doch gesagt…

Ein unterhaltsames Video von Extra Credits untermauert meine Positionen zu Quest Design in MMOs

Meine Artikel enthalten gewöhnlich eine Menge zu lesen. Das gefällt nicht jedem. Besonders, wenn ich grundsätzliche Phänomene von Videospielen oder der Spielebranche beschreibe oder auf (geschichts)wissenschaftliche Zusammenhänge hinweise, muss ich oft sehr ausführlich werden, um dem breiten Spektrum meiner Leser die zum Verständnis nötigen Hintergründe zu liefern. Denn diese kommen zum Einen zwar aus dem Games-Bereich, zum Anderen aber aus der Wissenschaft, der Politik oder der Pädagogik.

Das Design der Aufträge von The Secret World ist wegweisend, findet auch das Team von Extra Credits. (Quest Design II – How to Create Interesting Quests in MMO and RPG Worlds / Kanal Extra Credits via Youtube)

Wem meine Artikel nun zu viel Text enthalten, dem werden nun zumindest wesentliche Bestandteile meiner Auffassungen zum grandiosen Questdesign von ->The Secret World in einem sehr kurzweiligen Video von ->Extra Credits anschaulich gemacht. Zu dem Massively Multiplayer Online Role-Playing Game (MMORPG) von ->FunCom habe ich neben vielen anderen Elementen sehr detailliert auch die Aufträge und ihre Strukturen beleuchtet. Lesen Sie gerne hierzu ->INNOVATION: Da wohnt doch was im Schrank vom 5. Oktober 2012 oder ->KOMMENTAR: Totengräber verborgener Welten vom 20. Januar 2014.

In wöchentlichen Episoden thematisiert das Team von ->Extra Credits jeden Mittwoch verschiedene Aspekte der Entwicklung von Videospielen, der Branche, ihrer Trends und Spielmechaniken auf seinem ->gleichnamigen Kanal bei Youtube.

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