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NEWS: Literarisches Quartett

Hohe Literatur verträgt sich bislang nicht mit Festplatten

Man möchte sich schon seit Längerem fragen, warum es literarischer Stoff zwar in die Fernseher und Kinos schafft, jedoch nur selten für digitale Spiele aufgegriffen wird. Es würde sicherlich eine helle Freunde sein, wenn zukünftig einmal ein Literarisches Quartett wie die legendären Vier aus der ZDF-Sendung um Marcel Reich-Ranicki ihre schlagfertige Diskussion um die Handlung von Videospielen entspinnen würden.

Nur grobe Klötze helfen gegen die Satansbrut
Nur grobe Klötze helfen gegen die Satansbrut

Mit ->Dante’s Inferno will Electronic Arts jetzt einen der größten literarischen Schätze des italienischen Spätmittelalters als Actionspiel aufgreifen. Wenn man die grafische Qualität von EA-Titeln zugrunde legt, ist dies sicherlich keine schlechte Idee – dass allerdings das inhaltliche Niveau gehalten wird, könnte man dagegen auch befürchten. Allerdings tragen ->Visceral Games, die Macher des Gruselschockers ->Dead Space, für den Ausflug in das Inferno der Hölle die Verantwortung. Dieses Spiel war eine Offenbarung an Atmosphäre und Ideen im Action-Horror-Genre – es bleibt zu hoffen, dass die Entwickler für Alighieris Dämonentanz noch ein paar Stufen an spielerischer Tiefe hinzufügen können. Weiterlesen

KOMMENTAR: Mini-Addons für Maxi-Money?

Man bekommt immer gerne etwas dafür, wenn Geld ausgegeben wird. Zur Zeit jedoch ist ein Trend zu beobachten, der diese Grundkonstante der Marktwirtschaft auszuhebeln versucht. Wucher dürfte der korrekte Begriff für diese anhaltende Entwicklung in der Spielebranche sein.

Schon seit Jahren sinken die Zeiten kontinuierlich, die benötigt werden, um einen Titel komplett durchzuspielen – zugestanden, dass man dies von Multiplayer-Games natürlich nicht so einfach behaupten kann. Allerdings sind im letzten Fall für die Nachhaltigkeit eines Spielvergnügens auch die Gamer selbst und nicht die Hersteller hauptverantwortlich. Ob das Mehrspielererlebnis langfristig trägt, hängt in erster Linie davon ab, ob die Spieler den Rahmen der vorgegebenen Regeln mit interessanten Partien füllen.

Seit einiger Zeit kommt hinzu, dass minimale Zusatzinhalte für Spiele für hohe Preise an die Endkunden weiterverkauft werden. Mit dem Jahr 2009 scheint ein neuer Höhepunkt dieser Entwicklung erreicht zu sein, verdienen sich doch dieses Jahr einige Games die Bewertung: Wenig Inhalt für viel Geld… Weiterlesen